Windows 10-PCs können Updates nur pausieren, wenn sie im ESU-Programm registriert sind
Berichten zufolge können Windows 10-PCs, die nicht Teil des Extended Security Updates (ESU)-Programms sind, Updates nicht pausieren. Die Option „Updates für 7 Tage pausieren“ ist ausgegraut, selbst in Fällen, in denen versehentlich der Windows 11-Upgrade-Prozess gestartet wurde. Während Benutzer dies als frustrierend empfinden könnten, erzwingt Microsoft kein Upgrade auf Windows 11.
Die Unfähigkeit, Updates zu pausieren, tritt unter bestimmten Umständen auf, etwa wenn Updates zuvor mehrfach pausiert wurden oder wenn organisatorische Richtlinien die Option über die Gruppenrichtlinie deaktivieren. Einige Benutzer haben jedoch von diesem Problem berichtet, obwohl diese Bedingungen nicht erfüllt wurden, was die Frage aufwirft, ob dieses Verhalten beabsichtigt ist oder es sich um einen Fehler handelt.
Support-Ende und ESU-Anmeldung
Windows 10 hat offiziell am 14. Oktober 2025 das Support-Ende erreicht. PCs, die im ESU-Programm registriert sind, erhalten weiterhin monatliche Sicherheitsupdates bis Oktober 2026. Beispielsweise haben kürzlich ESU-registrierte Geräte das kumulative Update KB5068781 für Windows 10 erhalten. Nicht-ESU-Benutzer hingegen sehen dieses Update nicht.
Darüber hinaus haben Nicht-ESU-Benutzer berichtet, dass die Möglichkeit, Updates zu pausieren, nicht verfügbar ist. Es bleibt unklar, ob dies ein absichtlicher Schritt von Microsoft ist oder lediglich ein Fehler. Die ausgegraute Option „Updates für 7 Tage pausieren“ hat bei Benutzern jedoch für Frustration gesorgt.
Beobachtetes Verhalten auf Nicht-ESU-PCs
Auf Nicht-ESU-Systemen wird die Option „Updates für 7 Tage pausieren“ durch einen Button „Updates so schnell wie möglich installieren“ ersetzt. Ein Klick auf diese Option löst ein Pop-up aus, das Benutzer auffordert, „Diese Sitzung zu beschleunigen“. Wenn bestätigt, lädt das System die neuesten Updates herunter und installiert sie, gefolgt von einem automatischen Neustart mit einer 15-minütigen Erinnerung, die Arbeit zu speichern.
- Sobald Updates installiert sind, ändert sich die Option von „Updates so schnell wie möglich installieren“ zu „Nicht so schnell wie möglich neu starten“.
- Darüber hinaus kann die Aufforderung zur Anmeldung im ESU-Programm ihren Platz auf der Windows Update-Seite verschieben und manchmal durch eine Option „Herunterladen und installieren“ für Windows 11 ersetzt werden.
Benutzer haben auch Probleme mit fehlgeschlagenen Sicherheitsupdates festgestellt, was dazu führt, dass keine neuen Updates heruntergeladen werden. Dieses Verhalten, insbesondere das Entfernen der „Pause“-Option, scheint mit Fehlinterpretationen des Hintergrundbewertungsprozesses von Windows Update verbunden zu sein.
Installation von Windows 11 auf Nicht-ESU-PCs
Berichten zufolge werden Windows 10-PCs, die nicht im ESU-Programm registriert sind, direkt aufgefordert, Windows 11 Version 25H2 zu installieren, wobei ältere Versionen wie 24H2 oder 23H2 übersprungen werden. Nach einem Klick auf „Herunterladen und installieren“ gibt es keine Möglichkeit, den Aktualisierungsprozess zu pausieren. Selbst die Auswahl von „Nicht so schnell wie möglich neu starten“ hat nur minimale Auswirkungen, da das System schließlich einen Neustart auffordert, um das Upgrade abzuschließen.
Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass Windows Update bestimmte Geräte möglicherweise fälschlicherweise in einen erzwungenen Update-Zustand versetzt. Typischerweise wird die Option „Pause“ nur entfernt, wenn Updates übermäßig oft pausiert wurden oder wenn organisatorische Richtlinien dies vorschreiben. Diese Bedingungen treffen jedoch auf viele betroffene Benutzer nicht zu.
Das Problem könnte auf neue Logik in Windows Update zurückzuführen sein, die jetzt zwischen ESU- und Nicht-ESU-Geräten unterscheidet. Wenn diese Logik fehlerhaft ist, könnte sie Geräte dazu zwingen, Updates zu installieren und die Pause-Funktion zu deaktivieren. Dennoch gibt es in der Microsoft-Dokumentation keinen Hinweis darauf, dass das Pausieren von Updates für Nicht-ESU-Benutzer deaktiviert werden sollte.
Ist dieses Verhalten beabsichtigt?
Es ist unwahrscheinlich, dass Microsoft beabsichtigt hat, die Pausenfunktion für Nicht-ESU-Benutzer zu deaktivieren. Stattdessen scheint es eine Nebenwirkung von Änderungen zu sein, die zur Verwaltung des ESU-Programms eingeführt wurden. Leider ist es fraglich, ob Microsoft dieses Problem angehen wird, da Windows 10 offiziell eingestellt wurde. Für Benutzer, die erzwungene Updates vermeiden möchten, könnte die Anmeldung im ESU-Programm die beste Lösung sein.
Wie man sich für Windows 10 ESU anmeldet
Die gute Nachricht ist, dass Microsoft das Consumer ESU-Programm allen Benutzern zugänglich gemacht hat, nicht nur Unternehmen. Die Anmeldung ist einfach:
- Gehen Sie zu Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update.
- Klicken Sie auf Jetzt anmelden.


Privatanwender haben drei Optionen zur Anmeldung:
- Kostenlose Methode: Melden Sie sich mit einem Microsoft-Konto an und sichern Sie die Einstellungen Ihres PCs. Wenn das Konto bereits auf einem anderen Gerät verwendet wird, erhalten Sie sofort kostenlosen ESU-Zugang.
- Microsoft Rewards: Lösen Sie 1.000 Microsoft Rewards-Punkte für eine einjährige ESU-Lizenz ein.
- Kostenpflichtige Option: Kaufen Sie eine einjährige ESU-Lizenz für 29,99 $. Dies erfordert vorübergehend eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto, aber Sie können danach zu einem lokalen Konto wechseln.
Windows 11 und Gaming-Updates
Für diejenigen, die Windows 11 wegen Leistungsbedenken vermeiden, hat Microsoft Pläne angekündigt, Windows 11 für Gaming im Jahr 2026 zu optimieren. Diese Initiative, genannt Performance Fundamentals-Philosophie, zielt darauf ab, die Gaming-Leistung auf neueren Systemen zu verbessern.
Wenn Sie jedoch aus anderen Gründen auf Windows 11 verzichten, wie z. B. zur Vermeidung von KI-bezogenen Funktionen, stellt die Anmeldung im ESU-Programm sicher, dass Ihr Windows 10-PC bis Oktober 2026 sicher bleibt.

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